2. September 2008

Manche Webkataloge brauchen sich wirklich nicht wundern

Themenbereich: Filter und Penalties |

Es gibt wohl kaum jemanden, der seine Homepages nicht in einige Webkataloge einträgt bzw. eingetragen hat. Nun sieht man aber in den letzten Monaten den PR der Webkataloge auf der Startseite auf PR0 zurückfallen. Bei der entsprechenden Penalty Abfrage kommt auch meist heraus, dass bei diesen PR0 Webkatalogen Penalties vorliegen. Warum Google so viele Webkataloge mit Penalty und PR0 bestraft dürfte einige Spekulationen zulassen.

Viele ausgehende Links, wenig eigener Content, eventuell sogar noch maschinell über die Meta Tags der eingetragenen Seiten ausgelesener Content, mögen sicher genauso Gründe sein wie offensichtlicher Linktausch über zu viele “ich linke zu Dir und Du linkst zu mir” Backlink-Einträge sowie Linkverkauf und Pagerank-Manipulation. So ist diesbezüglich auch der Bericht aus der Google Webmasterzentrale interessant, wie gute Webkataloge auszusehen haben: Webkataloge im Rampenlicht 

Diesen haben sich nur wahrscheinlich nicht viele Betreiber von Webkatalogen zu Herzen genommen, denn gerade auch die Qualität der Einträge ist ein Punkt, den ich heute angreifen möchte. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Webmaster sich von einer Domain trennt. So habe ich mir die Mühe gemacht, die Backlinks einer solchen Domain auszulesen und diese Domain bei den entsprechenden Webkatalogen als nicht mehr existenz zu melden. Viele Webkataloge bieten dazu neben den entsprechenden Einträgen die Möglichkeit, defekte Links zu melden. Weiter kann man sich bei einigen Webkatalogen die Zugangsdaten anfordern und den entsprechenden Link löschen. Andere Webkataloge hingegen kann man nur manuell anschreiben, auch dies habe ich einfach mal getan.

Tja, und ich musste feststellen, dass es durchaus nicht wenige Webkataloge gibt, die sich nicht darum scheren. Sie überprüfen weder in zeitlichen Intervallen, ob die Domains der Einträge, die sich bei Ihnen finden, überhaupt noch existieren, noch reagieren sie auf Meldungen über defekte Links mit Löschung der entsprechenden Einträge.

Da Domains ja selten auf Lebenszeit registriert werden und online bleiben, kommt es mit Sicherheit oft vor, dass hinter Einträgen in Webkatalogen tote Links stecken. Scheren sich die Webkataloge nun nicht darum, so nimmt irgendwann die Anzahl der toten Links überhand, erreicht eine Grenze, bei der Google das Ganze nicht mehr lustig findet.

Ich gehe hier aber auch noch einen Schritt weiter und wage zu behaupten, dass über den Punkt der toten Links es irgendwann wohl auch mal die Artikelverzeichnisse treffen wird, die ja im Gegensatz zu vielen Webkatalogen nicht mal die Möglichkeit bieten, defekte Links zu melden. Diesen bleibt es nur sich über automatische Prüfung in zeitlichen Intervallen von toten Links zu trennen, sonst werden auch sie irgendwann mit der Einstufung als Qualitätsschrott zu kämpfen haben.

Veröffentlicht: Dienstag, 2. September 2008, 11:32 Uhr, Themenbereich: Filter und Penalties
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2 Reaktionen zu “Manche Webkataloge brauchen sich wirklich nicht wundern”

  1. 1 12. September 2008, von Gedichte:

    Da stimme ich Dir zu. Ich denke auch, dass es diesbezüglich noch ein böses Aufwachen bei vielen geben wird (oder bereits gegeben hat). Ist ja auch nicht im Sinne irgendeines Users auf Links zu klicken, hinter denen nichts mehr existiert.

  2. 2 1. Oktober 2008, von Submitter:

    Vielleicht ist auch das ein Grund, dass so viele Webkataloge im letzten Jahr abgerauscht sind. Alles in allem hat sich einiges getan und die Qualität wird im Netz immer wichtiger - nicht nur für Webkataloge.

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